Inzwischen ist Kathleen zwar wieder unterwegs und zwar in Melakka. Dennoch lass ich mir es nicht nehmen noch ein paar Zeilen über unsere sieben Tage in Bali zu schreiben.
Wie immer hab ich den Ablauf vom morgendlichen Aufstehen bis zum Abflug auf die Minute genauberechnet .. geplant .. abgeschätzt. Ich hab sogar den abend zuvor nochmal in die Rechnung von Jetstar geschaut, um sicher zugehen, dass der Checkin-Counter wirklich erst 45min vor Abflug schliesst. Alle Verzögerungen und Missgeschicke einberechnet, sind wir dann auch exakt pünktlich 46min vor Abflug am Counter gewesen. Nur haben sie schon den nächsten Flug bearbeitet. Nachdem ich den netten Damen also das beiderseitige Missverständniss erklärt hab (sie sind von 60min ausgegangen), hat ein kleiner Spruch ins Walkie Talkie gereicht und schon hat man uns an Board der A320 willkommen geheissen. Warum ich weiss, welcher Flugzeugtyp das war? Kathleen hat sich vorher tagelang über Flugsicherheit informiert.
Viele Budget-Hostels auf der Poppies Gang I und der Poppies Gang II in Kuta waren schon voll als wir ankamen. Das lag wohl daran, dass die Indonesier grad gesetzliche Feiertage hatten. Also haben wir uns für die nächsten sieben Tage in einem der Suji Bungalows einquartiert (AirCon, warme Dusche), die recht zentral und nah zum Strand lagen.
Der Strand, die Surfbretter, die Sonne und die Wellen aber auch die Maahsaaaasch (Massage), die Hüte, das Eis, die Armbanduhren und Blasrohre inkl. Pfeile (?!?), die man am Strand angeboten bekommt werden ziemlich schnell nervig und langweilig. Also haben wir uns für vier Tage ein Motorrad ausgeliehen und sind damit die kulturellen Teile des buddhistischen Balis abgefahren. Das erste Ziel war der Tempel Uluwatu anzuschauen.
Der Tempel steht im Süden der balinesischen Hauptinsel direkt an einem steilen Kliff. Allein deswegen hat sich der Ausflug dahin gelohnt. Der Einheimische, der uns für ein paar Rupiah über das Gelände geführt hat, meinte, dass schon viele Menschen abgestürzt sind, weil sie sich für ein Foto zu weit nach hinten gelehnt hatten. Die Tempelanlage war riesig. Abends, während der Abenddämmerung, wurden im Zentrum der Anlage Feuerspiele und -tänze vorgeführt. Sind leider zu früh dagewesen und hätten noch drei Stunden warten müssen. Also haben wir uns wieder auf unser Motorrad geschwungen und sind zurück nach Kuta gefahren.
Man muss auch erwähnen, dass die schon Motorradfahrt in Bali ein Event ist, dass für sich alleine steht. Vorfahrtsregeln scheint es jedenfalls keine zu geben. Wenn muss, dann wird auch mal auf dem Fussgängerweg überholt. Typischerweise schlängelt sich der Motorradverkehr immer links zwischen Bordstein und Autos durch. Die Leute scheinen sich einfach zu arrangieren. Bezahlt haben wir für den ganzen Tag für das Moped etwa 5€ und für das Benzin (einmal volltanken) 2€. Das Benzin wird teilweise in 3l Glasflaschen am Strassenrand verkauft.
Figur im Monkey Forest
Die nächste kulturelle Station war der Monkey Forest in Ubud. Da werden alle möglichen buddistischen Figuren hergestellt. Ich hab noch nie soviele Steinmetze auf einen Haufen gesehen. Herr Professor Jarzabek hat mir allerdings letztens erklärt, dass es früher balinesische Tradition war und Ubud eher ein Geheimtipp. Inzwischen sind viele Javanesen nach Bali gekommen um da ihr Geld zu machen und um ihre billige Ware als Kulturgut zu verkaufen.
Die dritte Tempelanlage in Bali ist Tanah Lot. Sie steht auch in jedem Balireiseführer. Darin wird auch immer wieder betont, dass man unbedingt den Sonnenuntergang hinter dem Tempel von Tanah Lot mitverfolgen soll. Genauso ist es auch aufgebaut. Um 15:00 war noch kein Mensch da. Der Parkplatz war riesig aber leer und die Budenbesitzer saßen gelangweilt an ihren Verkaufstischen und haben auf ihren Fingernägeln gekaut. Später, um 18:30, kurz vor Sonnenuntergang konnte man dann kaum noch treten. Die Menschen sind aus den Reisebussen direkt aufs Gelände geschüttet worden. Auf den Felsen wurden Stühle aufgebaut, die alle Richtung Tanah Lot und Sonnenuntergang zeigten. UND DANN .. ist die Sonne hinter den Wolken verschwunden und da in Ruhe für sich untergegangen. Gut so. Wir haben daweile bei nem kühlen und leckeren Tiger Beer dem bunten Treiben zugeschaut in der weisen Vorraussicht auch gleich im Dunkeln nach Hause fahren zu müssen.
Die letzten Tage haben wir dann noch am Strand und den Einkaufsmeilen Kutas verbracht. Glücklicherweise sind wir sechs Stunden vor dem Erdbeben 60km südlich von Kuta zurück nach Singapur geflogen (www.focus.de) und mussten so nicht miterleben, wie die Menschen panisch aus den Häusern stürmten und vor herunterfallenden Dachstücken flüchteten. Abgesehen davon war es auf Bali doch ein schöner Urlaub.

Weitere Fotos: http://picasaweb.google.com/kathleen.buettnerWie immer hab ich den Ablauf vom morgendlichen Aufstehen bis zum Abflug auf die Minute genau
Viele Budget-Hostels auf der Poppies Gang I und der Poppies Gang II in Kuta waren schon voll als wir ankamen. Das lag wohl daran, dass die Indonesier grad gesetzliche Feiertage hatten. Also haben wir uns für die nächsten sieben Tage in einem der Suji Bungalows einquartiert (AirCon, warme Dusche), die recht zentral und nah zum Strand lagen.
Der Strand, die Surfbretter, die Sonne und die Wellen aber auch die Maahsaaaasch (Massage), die Hüte, das Eis, die Armbanduhren und Blasrohre inkl. Pfeile (?!?), die man am Strand angeboten bekommt werden ziemlich schnell nervig und langweilig. Also haben wir uns für vier Tage ein Motorrad ausgeliehen und sind damit die kulturellen Teile des buddhistischen Balis abgefahren. Das erste Ziel war der Tempel Uluwatu anzuschauen.
Der Tempel steht im Süden der balinesischen Hauptinsel direkt an einem steilen Kliff. Allein deswegen hat sich der Ausflug dahin gelohnt. Der Einheimische, der uns für ein paar Rupiah über das Gelände geführt hat, meinte, dass schon viele Menschen abgestürzt sind, weil sie sich für ein Foto zu weit nach hinten gelehnt hatten. Die Tempelanlage war riesig. Abends, während der Abenddämmerung, wurden im Zentrum der Anlage Feuerspiele und -tänze vorgeführt. Sind leider zu früh dagewesen und hätten noch drei Stunden warten müssen. Also haben wir uns wieder auf unser Motorrad geschwungen und sind zurück nach Kuta gefahren.
Man muss auch erwähnen, dass die schon Motorradfahrt in Bali ein Event ist, dass für sich alleine steht. Vorfahrtsregeln scheint es jedenfalls keine zu geben. Wenn muss, dann wird auch mal auf dem Fussgängerweg überholt. Typischerweise schlängelt sich der Motorradverkehr immer links zwischen Bordstein und Autos durch. Die Leute scheinen sich einfach zu arrangieren. Bezahlt haben wir für den ganzen Tag für das Moped etwa 5€ und für das Benzin (einmal volltanken) 2€. Das Benzin wird teilweise in 3l Glasflaschen am Strassenrand verkauft.
Die nächste kulturelle Station war der Monkey Forest in Ubud. Da werden alle möglichen buddistischen Figuren hergestellt. Ich hab noch nie soviele Steinmetze auf einen Haufen gesehen. Herr Professor Jarzabek hat mir allerdings letztens erklärt, dass es früher balinesische Tradition war und Ubud eher ein Geheimtipp. Inzwischen sind viele Javanesen nach Bali gekommen um da ihr Geld zu machen und um ihre billige Ware als Kulturgut zu verkaufen.
Die dritte Tempelanlage in Bali ist Tanah Lot. Sie steht auch in jedem Balireiseführer. Darin wird auch immer wieder betont, dass man unbedingt den Sonnenuntergang hinter dem Tempel von Tanah Lot mitverfolgen soll. Genauso ist es auch aufgebaut. Um 15:00 war noch kein Mensch da. Der Parkplatz war riesig aber leer und die Budenbesitzer saßen gelangweilt an ihren Verkaufstischen und haben auf ihren Fingernägeln gekaut. Später, um 18:30, kurz vor Sonnenuntergang konnte man dann kaum noch treten. Die Menschen sind aus den Reisebussen direkt aufs Gelände geschüttet worden. Auf den Felsen wurden Stühle aufgebaut, die alle Richtung Tanah Lot und Sonnenuntergang zeigten. UND DANN .. ist die Sonne hinter den Wolken verschwunden und da in Ruhe für sich untergegangen. Gut so. Wir haben daweile bei nem kühlen und leckeren Tiger Beer dem bunten Treiben zugeschaut in der weisen Vorraussicht auch gleich im Dunkeln nach Hause fahren zu müssen.
Die letzten Tage haben wir dann noch am Strand und den Einkaufsmeilen Kutas verbracht. Glücklicherweise sind wir sechs Stunden vor dem Erdbeben 60km südlich von Kuta zurück nach Singapur geflogen (www.focus.de) und mussten so nicht miterleben, wie die Menschen panisch aus den Häusern stürmten und vor herunterfallenden Dachstücken flüchteten. Abgesehen davon war es auf Bali doch ein schöner Urlaub.
Mein letztes Mal in Bali: http://singapur07.blogspot.com
Weitere Updates:
- Ich hab eine neue Telefonnummer: 81239995 (und dazu ein nagelneues IPhone 3GS :) )
- Montag (12.10.) hab ich meine erste Zwischenprüfung in Automated Software Validation
- Kathleen bekommt nun doch noch etwas Geld für ihr Praktikum (850SGD)
- Packet aus Deutschland angekommen mit allerhand deutschen Leckereien
- 40 Jahre Informatik an der TU Dresden und ich bin ein Achievement ;)
Als Zugabe:
Das Bild hing hinter dem Eingang zum Flughafen in Denspasar / Bali. Was ist der Fehler?











Hat der Rollerverkäufer tatsächlich "I love MBA" auf seinem Tshirt stehen?? Da sieht man mal wieder den Wert des MBA :D
AntwortenLöschenAch ja, Gratulation zum neuen Spielzeug^^
Nee, das ist das Logo von MBA Adventures, die da ne Menge Touren in und um Bali organisieren. :)
AntwortenLöschenWie ist deine Prüfung verlaufen? Super natürlich, stimmts? Vermiss dich, ruf mal wieder an! Dein Schwesterherz
AntwortenLöschenhabe jetzt erst dein neuen Block gelesen von Bali. Schöne Bilder.
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